Am Mittwoch hat der Europäische Gerichtshof das Monopol des Deutschen Staates auf Sportwetten für unrechtmäßig erklärt, da es gegen die in der EU geltende Dienstleistungsfreiheit verstoße. Damit ändern sich die Spielregeln auf dem hiesigen Markt, der mit knapp acht Milliarden Euro Umsatz jährlich über anständig Gewicht verfügt.
 Die ersten Quoten stehen fest, wenn die Bundesliga ab Freitag wieder in die neue Saison startet. Dabei sind die Bayern haushoher Wettfavorit auf den Titel - mit einer Quote von 1,62 für den Fall, dass die Münchner nächstes Jahr im Mai den Titel verteidigen sollten.
 Die Landesregierung Niedersachsen hat am vergangenen Mittwoch angekündigt, den seit 2008 geltenden Glücksspielstaatsvertrag (GlüStV) verbessern zu wollen. Demnach sollen ab 2012 Sportwetten privater Anbieter möglich sein, wenn sie staatlich lizenziert sind.
 30 Millionen abgeschlossene Wetten, 900.000 aktive Kunden: Die Fußball-WM brachte einen deutlichen Anstieg des Umsatzvolumens im Vergleich zu vergangenen Fußball-Großereignissen.
 Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hat heute die Schlussanträge des Generalanwalts Paolo Mengozzi in sieben deutschen Vorlageverfahren zur Frage der Zulässigkeit des Sportwettmonopols veröffentlicht. Mengozzi stellt fest, dass jedenfalls in der Vergangenheit das Sportwetten-Monopol "inkohärent" war. | |